§ 15 - Vervielfältigungsrecht.

(1) Der Urheber hat das ausschließliche Recht, das Werk - gleichviel in welchem Verfahren, in welcher Menge und ob vorübergehend oder dauerhaft - zu vervielfältigen.

(2) Eine Vervielfältigung liegt namentlich auch in dem Festhalten des Vortrages oder der Aufführung eines Werkes auf Mitteln zur wiederholbaren Wiedergabe für Gesicht oder Gehör (Bild- oder Schallträger), wie zum Beispiel auf Filmstreifen oder Schallplatten.

(3) Solchen Schallträgern stehen der wiederholbaren Wiedergabe von Werken dienende Mittel gleich, die ohne Schallaufnahme durch Lochen, Stanzen, Anordnen von Stiften oder auf ähnliche Art hergestellt werden (Drehorgeln, Spieldosen u. dgl.).

(4) Bei Plänen und Entwürfen zu Werken der bildenden Künste umfaßt das Vervielfältigungsrecht auch das ausschließliche Recht, das Werk danach auszuführen.
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Kommentare

Von: lollipop
◷ 12 Januar
(vor 9 Monaten)

Stimme hier voll ung ganz ein. Zu beachten ist allerdings, dass wenn ein urheberrechtlich geschütztes Werk (vom Urheber) im Internet öffentlich zugänglich gemacht, muss der Urheber akzeptieren, dass das Werk durch Verlinkung auch Dritten zugänglich gemacht wird.

Von: lisll
◷ 5 Dezember
(vor 10 Monaten)

In Anbetracht des Kommentars von Sophiewkk sollte vielleicht noch ein Zusammenhang zwischen dem Recht auf das eigene Bild und diesen Paragraphen hergestellt werden, damit diese nicht miteinander kollidieren, falls das denn der Fall sein sollte...

Von: Sophiewkk
◷ 21 November
(vor 11 Monaten)

Ich habe vor einigen jahren ein Musikfestival besucht. Anschliessend (nach einigen monaten) wurde ich in meinem freundes- und bekanntenkreis auf ein musikvideo hingewiesen, wo mein gesicht am laufenden band eingeblendet ist, waehrend ich bei einem konzert bin. Das video wurde von einer band, die auf dem festival spielte, als teaser verwendet, um sich medial zu verkaufen und bookings an land zu ziehen. Ich wurde beim videodreh waehrend des konzerts nicht nach  meiner einwilligung gefragt. Ich werde stellenweise tanzend und auch in nahaufnahmen von meinem gesicht gezeigt. Ich bin eindeutig zu erkennen. Die aufnahmen sind durch perspektive und bildeffekte ( slow motion, rot/farblicht) extrem sexualisierend. So kommentierten erdrueckenderweise einige personen unter dem youtube video die maedchhen wuerden sich verhalten wie „ huehner beim balztanz“. Nachdem ich den urheber des videos bei youtube kontaktierte  , bekam ich zunaechst keine antwort. Ich bemerkte ich habe nie ein einverstaendnis gegeben, geschweige denn erst von den aufnahmen gewusst. Mir wäre nicht klar gewesen ich haette mit dem kauf des festivaltickets das recht am eigenen bild abgegeben. Nach einem halben jahr kontaktierte mich der musiker, er könne es vorerst nicht rausnehmen aus den sozialen medien, da es zurzeit sein einziges verkaufsvideo waere. Ich hsbe ihn nicht ueberzeugen können und habe mich nicht in der lage gesehen rechtliche schritte einzuleiten. 



Änderungen

Von: Cabdi Mavad
◷ 24 Januar
(vor 9 Monaten)


§ 15 - Vervielfältigungsrecht.

(1) Der Urheber hat das ausschließliche Recht, das Werk - gleichviel in welchem Verfahren, in welcher Menge und ob vorübergehend oder dauerhaft - zu vervielfältigen.

(2)
vervielfältigen.

Neu (2)
Eine Vervielfältigung liegt namentlich auch in dem Festhalten des Vortrages oder der Aufführung eines Werkes auf Mitteln zur wiederholbaren Wiedergabe für Gesicht oder Gehör (Bild- oder Schallträger), wie zum Beispiel auf Filmstreifen digitale sowie analoge Video- oder Schallplatten.

(3)
Audio- Aufnahmegeräte.


(3)
Solchen Schallträgern stehen der wiederholbaren Wiedergabe von Werken dienende Mittel gleich, die ohne Schallaufnahme durch Lochen, Stanzen, Anordnen von Stiften oder auf ähnliche Art hergestellt werden (Drehorgeln, Spieldosen u. dgl.).

(4) Bei Plänen und Entwürfen zu Werken der bildenden Künste umfaßt das Vervielfältigungsrecht auch das ausschließliche Recht, das Werk danach auszuführen.